Emscherbike CTF

Da ich bisher nur die NRW CTF Cup Termine auf dem Schirm hatte, wäre mir die Emscherbike CTF fast entgangen. Zum Glück hat Joe gestern morgen geschrieben, dass er sich auf den Weg nach Herne gemacht hat, denn dadurch bin ich auf die CTF aufmerksam geworden.

Hier ein kurzes Video mit ein paar Impressionen von der Strecke:

Und mein Bericht von der gestrigen Veranstaltung:

Der Blick aus dem Fenster war zwar nicht gerade motivierend, aber es war immerhin trocken und laut Wettervorhersage sollte es auch so bleiben. Also entschied ich mich gegen ein ausgiebiges Frühstück und machte mich ebenfalls auf den Weg. Im Nachhinein betrachtet war das die beste Entscheidung des heutigen Tages.

Es war bereits ganz schön spät und nach knapp 45 Minuten Fahrzeit kam ich dann kurz vor halb elf an der Realschule in Crange an. Die Parkplatzsuche hat nochmal 10 Minuten gekostet und so war auf dem Schulhof nicht mehr viel los. Es sah fast so aus, als wäre die Veranstaltung kurzfristig abgeblasen worden, aber wie sich herausstellte, war ich einfach nur der gefühlt letzte Fahrer, der heute auf die Strecke ging. Fast – denn als ich das Schulgelände verlassen habe, lerne ich Theo aus Marl kennen. Mit ihm bin ich dann die gesamten 55 km zusammen gefahren. Die Fahrer, die wir unterwegs noch getroffen haben, konnten wir an zwei Händen abzählen und somit hatten wir die Strecke heute für uns alleine.

Anfangs haben wir uns ein paar Mal verfahren und ich dachte schon, dass einige der Schilder inzwischen durch Anwohner oder Spaziergänger entfernt wurden. Abseits der Emscher ging die Strecke ja direkt durch ein kleines Wohngebiet. Ich bin mir nicht sicher, ob die Bewohner so begeistert darüber waren, das dass am Sonntag Vormittag so viele Mountainbiker praktisch durch ihren Vorgarten fuhren, aber immerhin habe ich keine verängerten Gesichter gesehen. Nach kurzer Zeit habe ich dann auch gemerkt, dass ich die Schilder einfach nicht gesehen hatte und ich daher in die falsche Richtung gefahren bin.

Verärgerte Gesichter habe ich übringens auf der ganzen Strecke heute nicht finden können, ganz im Gegenteil. Alle Spaziergänger, Jogger, Radfahrer und Inline Skater waren superfreundlich und nett. Vor allem sind mir die Helfer an den Verpflegungsständenhatten positiv in Erinnerung geblieben – die hatten auch als wir dort ankamen noch motivierende Worte und einen Spaß auf den Lippen. Immerhin standen sie schon den ganzen Morgen in der Kälte und hatten vor mir bestimmt schon seit längerer Zeit keine weiteren Fahrer mehr gesehen. Trotzdem gab es auch für mich noch das komplette Verpflegungsangebot inkl. heissem Tee, Gemüsebrühe und Bananen – große Klasse!

Nachdem sich meine Augen irgendwann auf die RWE-Beschilderung eingestellt hatten, ist mir kein weiterer Wegweiser mehr entgangen. Ich kann daher bestätigen, dass bis zum Ende die vollständige Beschilderung vorhanden war. Diese war meiner Meinung auch bis auf ein bis zwei wintzige Ausnahmen sehr gut sichtbar angebracht – Daumen hoch!

Die Strecke hat mir auf den gesamten 55 km sehr gut gefallen. Für meinen Geschmack war da alles dabei. Mario hat geschrieben: „…schnelle Singletrails, abenteuerliche Abfahrten, abrupt ansteigende kleine Hügel, Wurzeln, Ebene Waldwege zum Verschnaufen. Steile schmale Uphill passagen. Sehr sehr schmale enge Trails, steile Downhill-artige Passagen…“ – dem kann ich nichts hinzufügen. Da ich einen Teil der Strecke bereits von der CTF in Gelsenkirchen Buer kannte, freute ich mich darauf, wieder auf die Halde Hoheward zu fahren. Leider war die Aussicht auf den Halden bedingt durch das diesige Wetter heute etwas grau und verwaschen und so muss ich wohl darauf hoffen, dass im Oktober diesen Jahres wieder besseres Wetter ist.

Auf der Abfahrt von der Halde Hoheward hab ich mein Bike dann auch noch über den Lenker verlassen. An einer Stelle passte mein Vorderrad wie angegossen in eine tiefeRinne, so dass ich aprupt stoppte und meine Gabel komplett eingefedert ist. Damit hatte ich nicht gerechnet und lag in der nächsten Sekunde mit meinem Rad im Arm vor der Rinne. Zum Glück ist nichts passiert…

Als ich nach etwas mehr als 3 Stunden wieder auf dem Schulhof eingetroffen bin, was das Bild ähnlich dem, als ich am Morgen losgefahren bin. Die meisten Fahrer hatten sich inzwischen auf den Heimweg gemacht, trotzdem gab es noch reichlich Möglichkeiten, die verbrannten Kalorien durch Würstchen vom Grill oder Kuchen wieder zuzuführen.

Abschliessend kann ich sagen, dass die Emscherbike CTF viel Spaß gemacht hat und aus meiner Sicht sehr gut organisiert ist. Die etwas über 250 Teilnehmer sind dafür eigentlich viel zu wenig. Aus meiner Sicht ist die CTF gut für eine wesentlich höhere Beteiligung. Ich hoffe das viele das ebenso gesehen haben und daher Werbung für die nächste Veranstaltung in 2015 machen werden.

Vielen Dank an die Organisatoren und Helfer der RSG Herne e.v. – ich bin bestimmt auch im nächsten Jahr wieder dabei.

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