Mudguard Produktvergleich

Bei regnerischem Wetter haben Mountainbike- und Rennradfahrer damit zu tun, dass Wasser von der Fahrbahn sowie Schlamm und Schmutz von aufgeweichten Waldwegen durch die Räder in Richtung des Fahrers hochgeschleudert werden. Da an diesen Rädern in der Regel keine Schutzbleche montiert sind, muss in der Regel die Kleidung dafür herhalten und am gesamten Rücken hoch bis zum Hals als Schmutzfänger dienen. Als Alternative zu herkömmlichen Schutzblechen sollen flexible Mudguads hochwirbelnden Schmutz  abfangen und den Fahrer davor schützen.

Mudguards gibt es in verschiedenen Ausführungen sowohl für das Vorder- als auch für das Hinterrad. Vorne werde diese meistens mit Kabelbindern oder Klettbändern an den Gabelrohren befestigt. Die Modelle für das Hinterrad hinten kommen entweder zwischen den Hinterbau oder werden unter dem Sattel montiert. Ich habe einige der verschiedenen Mudguards getestet und die Modell miteinander verglichen und bewertet.

Die Testkandidaten:

 

Velox Sattel Steck Schutzblech
SKS S-Guard
Ass Saver Regular X
Ass Saver Big X Enisaurus
RapidRacer RearGuard Road / Road-F
RapidRacer Rear Guard Off-Road
Azonic Splatter Saddle Fender
riesel Design „ritze“ Stealth 2018

Funktionsweise und Merkmale

Die Funktionsweise der Mudguards ist bei allen Modellen nahezu identisch. Durch die Montage unter dem Sattel wird das Mudguard zwischen Hinterrad und Fahrer so positioniert, das er vor aufgewirbeltem Wasser, Schlamm oder Schmutz geschützt wird. Damit dies bestmöglich funktioniert, ist die richtiges Positionierung des Mudguards daher essentiell und eine große Herausforderung in Bezug auf das Produktdesign.

Wenn das Steck-Schutzblech nicht im korrekten Winkel, mittig unter dem Gesäß des Fahrers angebracht ist oder sogar während der Fahrt verrutschen kann, dann ist die Funktion in der Regel bereits beeinträchtigt und kein zuverlässiger Schutz mehr gegeben. Die maßgeblichen Unterschiede der aktuell gebräuchlichsten Mudguards liegen daher in der Art und Weise der Befestigung sowie in der Größe.

Alle getesteten Modelle sind alle aus Polypopylen gefertigt und zwischen 0,8 und 1,2 mm dick. Das Material ist somit relativ dünn und flexibel, wodurch die Montage am Sattel überhaupt möglich wird. Die Mudguards werden zwischen den Streben des Sattels hindurch gesteckt dahinter auf unterschiedliche Art und Weise fixiert. Die notwendige Steifigkeit und Stabilität erhalten sie durch Knicke entlang der Mittelachse oder bereits eingearbeitete Wölbungen.


Test- und Bewertungskriterien:

Die Mudguards wurden nach Anleitung an verschiedene Satteltypen montiert und der Montageaufwand sowie der perfekte Sitz unter dem jeweiligen Sattel bewertet. Bei der Montage sind unterschiedliche Dinge wichtig:

  • Liegt dem Mudguard eine Installationsanleitung bei und ist diese gut verständlich?
  • Werden für die Installation Werkzeuge benötigt?
  • Gibt es Probleme mit verschiedenen Sattelformen?
  • Ist es zusätzlich möglich, eine Satteltasche zu montieren?
  • Kann das Schutzblech einfach wieder demontiert werden und ist es anschließend noch nutzbar?

Mit jedem Mudguard wurden mehrere Ausfahrten sowohl mit dem Rennrad als auch dem Mountainbike unternommen. Bewertet wurde das allgemeine Handling und der sichere Sitz während der Fahrt. Vor allem wurde darauf geachtet, ob das Schutzblech mit dem Fahrer in Berührung kommt, auf irgendeine Weise beim Fahren stört oder sogar die Funktion des Rads beeinträchtigt.

Natürlich ist es am wichtigsten, ob das Steck-Schutzblech den Fahrer ausreichend schützen kann. Es ist aber zu berücksichtigen, dass die meisten, der erhältlichen Mudguards am Markt, bei korrekter Montage dies erfüllen sollten. Darüber hinaus ist die Schutzfunktion zusätzlich von Faktoren abhängig, die sich bei verschiedenen Fahrern und Bikes unterschiedlich auswirken werden – diese sind z.B. Größe und Gewicht des Fahrers sowie die Geometrie des Fahrrads. Letztlich erreichen Mudguards keinen 100 prozentigen Schutz vor hochschleuderndem Dreck.

Die meisten Mudguards sind in unterschiedlichen Farbvarianten erhältlich so dass jeder genau die Ausführung wählen kann, die ihm am besten gefällt. Obwohl Design ja bekanntlich Geschmacksache ist, geben sich einige Hersteller hierbei mehr Mühe als Andere. Daher wurde auch das Design bei der Bewertung berücksichtigt. Die jeweils getestete Farbvariante spielte hierbei jedoch keine Rolle, sondern viel mehr die kreative Gestaltung der erhältlichen Produktvarianten und die Anzahl der verschiedenen Farben. Aber auch die Form der Mudguards und ob diese gut zum Design des Fahrrads passt oder daran eher wie ein Fremdkörper aussieht.

Um einen vergleichbaren Score zu ermitteln, wurden für die einzelnen Testkriterien Punkte von 1-5  in Abstufungen von 0,25 Punkten vergeben.  Alle erreichten Punkte wurden zum Endergebnis addiert und der Durchschnittswert ermittelt.


1. Velox Sattel Steck-Schutzblech

Das Steckschutzblech des französischen Herstellers Velox ist mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von 6,90 EUR der günstigste Mudguard im Test. In verschiedenen Internet-Shops ist es teilweise bereits für knapp 3 EUR zu bekommen. Damit liegt der Preis sogar unter den üblichen Versandkosten. Eine Anleitung für die Montage unter dem Satte sucht man vergebens. Auch der aufgedruckte Hinweis zur Hersteller Website hilft einem nicht viel weiter, denn die Produktinformationen, die man dort erhalten kann, sind allenfalls als dürftig zu bezeichnen.

Drei Linien sind auf der Oberseite vorgestanzt bzw. eingeprägt, an denen man den Mudguard vor der Montage knicken soll. Die oberen beiden Knicke, die sich auf Höhe der Aussparungen zur Befestigung an den Sattelstreben befinden, haben an einem Ende jeweils einen Radius. Dadurch knicken die seitlichen Flügel des Mudguards etwas nach unten ein, richten aber gleichzeitig die Bereiche über den ausgestanzten Löchern so auf, dass diese in die Sattelstreben eingehakt werden können.

Dadurch ist das Mudguard unter dem Sattel an der linken und rechten Seite arretiert. Er bleibt aber entlang der Sitzstreben beweglich, wodurch das hinter dem Sattel herausragende Ende bis ca 50° um die Mittelachse rotieren kann. Bei den Testfahrten kam es des öfteren dazu, das das Mudguard  nicht mehr mittig über dem Rad stand. Daher kam man während der Fahrt häufig in Versuchung, den korrekten Sitz des Mudguard überprüfen zu wollen.

Korrekt montiert ragt das Steck-Schutzblech je nach Rad- und Satteltyp um 16 cm hinter dem Sattel hervor. Durch die schlanke Form und den mittig ausgeführten Knick des Mudguards, ist die Fläche, die vor aufwirbelndem Schmutz schützen soll, an der dicksten Stelle gerade mal 7 cm breit. Eine Schutzwirkung ist zwar gegeben, es gelangen aber noch sehr viele Spritzer links und rechts am Mudguard vorbei und erreichen so den Fahrer.

Getestet wurde die grüne Variante, darüber hinaus wird es von Velox in 8 weiteren Farben produziert.

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2. SKS S-Guard

SKS Deutschland setzt bei seinem Mudguard auf Stabilität und hat es deutlich dicker konstruiert, als die meisten anderen Hersteller. Im Befestigungsbereich weist das Schutzblech sogar eine Wandstärke von 2,3 mm auf. Dadurch lässt es sich sehr stabil unter den Sattel klemmen und bei Bedarf auch noch zusätzlich mit Kabelbindern sichern. Aus meiner Sicht besteht dazu jedoch keine Notwendigkeit, denn das steife Material hakt sich sicher in die Sattelstreben ein, so dass es während der Fahrt oder auch bei stärkeren Berührungen kaum verrutschen kann. Die vordere Lasche wird zusätzlich nach unten gebogen und zwischen den Sattelstreben hindurchgeführt. Entsprechende Vertiefungen an der linken und rechten Seite halten das Mudguard an Ort und Stelle. Die Montage gestaltet sich je nach Sattel jedoch etwas fummelig, mit der mitgelieferten Anleitung kommt man aber gut zurecht.

 

Trotz der robusteren Ausführung ist das Gewicht des Mudguards mit 24 g nur unwesentlich höher. Dafür ist es aber auch etwas kleiner bzw. kürzer als die Konkurrenzprodukte. Es ist keine 30cm lang und damit das kürzeste Mudguard im Test.  Montiert stehen weniger als 15cm hinter dem Sattel zur Verfügung um den Fahrer zu schützen. Am Rennrad hat es dennoch ganz gut funktioniert. Die Breite des Mudguards ist mit 9 cm ausreichend um das Wasser auf nassen Straßen abzuwehren, dass die dünnen Reifen in Richtung des Fahrers transportieren. Auf einem schlammigen Trail im Wald hat es jedoch nicht viel entgegenzusetzen. Was die grobstolligen Reifen alles nach oben schleudern, gelangt zu einem großen Teil am Schutzblech vorbei . Es bietet aber einen ausreichenden Schutz dafür, dass der Hintern trocken bleibt.

Der Preis ist trotz hochwertiger Verarbeitung sehr gut. Laut Herstellerangabe kostet das SKS S-Guard 7,99 EUR, damit liegt es vergleichsweise im unteren Drittel.

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3. Ass Saver Regular X

Das Ass Saver Regular funktioniert am Rennrad nahezu perfekt. Es läßt sich leicht unter dem Sattel anbringen, in dem man es einfach von hinten zwischen die Sattelstreben bis vor die Sattelstütze schiebt und der patentierten „Flip Tip“ unter den Sitzstreben nach oben geklappt. Die Montageanleitung ist auf der Rückseite des Mudguards aufgedruckt, auf diese Weise kann man sie nicht verlieren und man hat sie bei Bedarf schnell zur Hand.

 

Durch die „Flip Tip“ Lasche wird der Ass Safer Regular stets in der  Sattelmitte gehalten, d.h. dass es weiterhin flexibel bleibt, aber nach Krafteinwirkung auf der linken oder rechten Seite immer wieder in die Ausgangsposition zurückkehrt. Dadurch sitzt das Schutzblech immer richtig und leistet unterwegs seinen Dienst ohne dass man sich weiter darum kümmern muss.

Das Mudguard hat für Rennräder eine ideale Größe. Es ist  relativ schlank und bis zur hinteren Kante des Sattels ca. 20 cm lang. Die Gesamtlänge beträgt 38 cm. Zusammen mit dem 3 mm längeren Ass Safer Big X sind es damit die längsten Mudguards im Test. Auch in Bezug auf das Gewicht muss sich das Ass Safer Regular nicht verstecken. Es wiegt weniger als 20 g und gehört damit zu den drei leichtesten Modellen.

Besonders hervorzuheben ist im Vergleich zu den anderen Mudguards auch das Design. Neben 5 Standardfarben ist es auch in diversen Custom Designs erhältlich. Der einfarbige Ass Safer Regular hat eine UVP von 9 EUR. Die Modelle mit individuell gestaltetem Design kosten 1 EUR mehr.

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4. Ass Saver Big X

Der Ass Saver Big X funktioniert genau so reibungslos wie der kleinere Bruder Ass Saver Regular X. Er unterscheidet sich hauptsächlich in der Größe während die Produkt- und Materialeigenschaften nahezu identisch sind. Mit einer Breite von 11,5 cm auf der gesamten Länge stellt es sich allem in den Web, was von breiten, grobstolligen Mountainbike Reifen in Richtung des Fahrers geschleudert wird.

 

Die Befestigung unter dem Sattel funktioniert identisch zum Ass Safer Regular X, d.h. auch bei diesem Mudguard setzt sich die hochgeklappte „Flip-Tip“ Lasche hinter die Sattelstreben und sorgt für den perfekten Sitz. Es wird zusätzlich an drei Stellen der Länge nach gefaltet, was sich formgebend auswirkt und zusätzlich die Stabilität verbessert.

Auch wenn es sich problemlos an einem Rennrad montieren lassen würde, ist das Ass Safer Big X für Mountainbikes oder andere Räder mit breiten Reifen gedacht. Durch die rückseitig aufgedruckte bebilderte Anleitung ist die Montage unter dem Sattel ein Kinderspiel. Bei dem getesteten Modell handelte es sich um das Custom-Design „Boom Boom“ des Illustrators ENISAURUS. Es sind aber auch unauffälligere Designs in 5 unifarben erhältlich.

Preislich liegt das Mudguard bei 11 EUR, die einfarbigen Modelle kosten 10 EUR.

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5. RapidRacer RearGuard Road / Road-F

Das RearGuard Road von RapidRacer kommt mit einer Materialstärke von 1,1 mm zwar nicht an den S-Guard von SKS heran, ist aber dennoch dicker als die meisten anderen Mudguards. Auch bei der Art der Befestigung gibt es Gemeinsamkeiten mit dem S-Guard. Die Montage erfolgt durch Einhaken des Mudguard an beiden Seiten der Sattelstreben. Damit es sicher sitzt wird jedoch das mitgelieferte Klettband benötigt, das zusammen mit dem Mudguard durch die Sattelstreben hindurchgezogen und unter den Streben verbunden wird. Das sorgt zusätzlich für eine stabile Wölbung in Richtung Satteldecke wodurch es sicher sitzt und sich im optimalen Winkel parallel zur Fahrbahn ausrichtet.

 

Die Länge des RearGuard Road beträgt ab der hinteren Kante des Sattels 20,5 cm, damit reiht es sich im oberen Mittelfeld ein. Auf der Unterseite klebt ein Aufkleber mit der Montageanleitung. Diese ist etwas textlastig und auf Englisch. Wer mit der Sprache kein Problem hat, wird auch die Montage hinbekommen. Ohne Anleitung könnte man sich fragen, ob es Herstellerseitig gewollt ist, so viel Kraft aufbringen zu müssen, um beide Seiten des Mudguards zwischen den Sattelstreben hindurchzubekommen. Die Anleitung klärt diesbezüglich eindeutig auf: „You can be aggressive if tight…“

Als einzigstes Modell im Test wird das RearGuard in der Road F Variante angeboten, bei der eine Aussparung im Mudguard den Zugriff auf den ICS Port an FIZIK Satteln ermöglicht. Es ist damit demnach kein Problem zusätzlich zum Mudguard eine passende Satteltasche zu montieren. Hier hat der Hersteller RapidRacer gut mitgedacht.

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6. RapidRacer RearGuard Off-Road

TextBei dem RapidRacer rearGuard Off-Road handelt es sich, wie de Name bereits vermuten lässt, um die breitere Off-Road Variante der RearGuards für Road Bikes. Von den Materialeigenschaften her, konnte ich keinen Unterschied zu den schmaleren Modellen feststellen. Auch die Art der Befestigung am Sattel ist identisch, daher ist es genauso mühsam das stabile Material so weit zusammenzudrücken, bis es zwischen den Sattelstreben hindurch passt. Die aufgeklebte Montageanleitung auf der Unterseite erklärt aber wie es geht.

Durch die Art der Befestigung ohne zusätzliche Verklemmung im vorderen Teil der Sattelstreben und vor allem durch das höhere Gewicht bietet es trotz Klettbandsicherung etwas weniger Widerstand gegen einwirkende Kräfte. Im Gegensatz zu den Roadbike Varianten, die in Bezug auf die Beweglichkeit am Sattel auf mich einen stabileren Eindruck gemacht haben,  wäre eine Durchführung und zusätzliche Verklemmung vor der Sattelstange von Vorteil und würde mehr Seitenhalt und Führung bieten, vor allem wenn man mit dem Mountainbike im Gelände unterwegs ist.

Die Größe ist ideal für den Einsatz am Mountainbike. Es ist mit 35 cm eines der längeren Modelle. Zusätzlich ist es direkt hinter dem Sattel bemerkenswerte 13 cm breit und bietet dadurch einen wirkungsvollen Schutz.

Vom Design her ist es relativ schlicht in schwarz gehalten. Der weiße Logo- und Markenaufdruck ist nicht gerade dezent, passt aber gut an Räder, bei denen sich ohnehin fast auf jeder Komponente der Hersteller verewigt hat. Die Oberfläche ist seidenmatt und hat eine schöne und wertige Haptik.

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7. rie:sel Design „ritze“ – 2018

Das Modell „ritze“ von rie:sel Design ähnelt in Form und Größe dem Steck Schutzblech von Velox. Es ist im Befestigungsbereich unwesentlich schmaler, hat aber zwei zusätzliche Aussparungen zum Verklemmen unter dem Sattel.  Gemäß der reifenseitig aufgedruckten Montageanleitung soll es  einmal längs und einmal quer an den vorgestanzten Linien gefaltet und dann einfach eingeschoben und verspannt werden. Das hört sich kinderleicht an und sieht auf den Skizzen der Anleitung auch so aus, gestaltet sich in der Praxis dann aber ganz schön mühsam. Die Verklemmung in den dafür vorgesehenen Aussparungen hat bei beiden Satteln, an denen ich die „ritze“ montiert hatte, nur dann funktioniert, wenn der Sattel exakt auf der Mittelposition mit der Sattelstütze verschraubt war. Je weiter der Sattel in Richtung Lenker verstellt wird, um so beschwerlicher ist die Montage. Wenn sich die Sattelstütze im hinteren Drittel der Sattelstreben befindet, passte die untere Verklemmung gar nicht mehr, sofern man das Mudguard an der vorgestanzten Stelle nach unten geknickt hat.

Sofern das Mudguard wie vorgesehen zwischen den Sattelstreben verklemmt wurde, sitzt es einigermaßen fest, behält aber etwas seitlichen Spielraum. Bei der Fahrt ist das aber nicht negativ aufgefallen.

Im Vergleich zum Schutzblech von Velox läuft „ritze“ am Ende nicht so schmal aus und bietet dadurch geringfügig mehr Schutzfläche. Dafür ist es mit 14 cm hinter dem Sattel etwas kürzer, was den Vorteil wieder zunichte macht. An den Außenseiten sind an jeweils 2 Stellen halbrunde Aussparungen, die vermutlich zum Design gehören, da sie augenscheinlich keine weitere Funktion haben.

Eine Optische Anmerkung: Durch das Design mit matten und glänzenden Flächen reflektiert die Oberfläche unterschiedlich, wodurch das Mudguard „verknickt“ aussieht. Ansonsten ist es in der schwarzen Version relativ dezent und unauffällig. Im vergleich zum 2016er Modell wurde die aktuelle Produktserie in Bezug auf den Kunststoff verstärkt. Es kostet unter 10 EUR – ist also von Preis her vergleichbar mit den Konkurrenzprodukten.

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8. Azonic Splatter Saddle Fender

Der Splatter Saddle Fender von Azonic ist ein Solider Mountainbike Mudguard im Comic Design. Es wird an zwei Stellen der Länge nach gefaltet und wirkt dadurch etwas kantig. Gleichzeitig wird es dadurch aber auch formstabil und zeigt sich relativ unbeeindruckt wenn das Gewicht von hochgeschleudertem Schlamm das Mudguard nach unten zieht.

Die Befestigung erfolgt analog zum RearGuard von RapidRacer durch einhaken in die Sattelstreben an zwei Stellen. Zur weiteren Befestigung werden Kabelbinder mitgeliefert, mit denen man den Spatter Saddle Fender  zusätzlich an den Sattelstreben arretieren kann. Durch die Kabelbinder wird ein seitliches Verdrehen des Mudguards wirkungsvoll vermieden.

Durch eine vorgestanzte Nut, die sich in Höhe des Sattelendes befindet, kann man das Mudguard einfach nach oben falten und fast unsichtbar unter dem Sattel verschwinden lassen, wenn man es nicht benötigt. Das hat an dem Fizik Sattel meines Mountainbikes vom Platzangebot her allerdings nur mässig gut funktioniert.

In Bezug auf das Material und die Verarbeitung macht es einen hochwertigen Eindruck. Das Design ist sicher Geschmacksache, eine farblich neutralere Variante passend zu den Vorderrad Fendern von Azonic wäre nicht verkehrt. Das Preis-Leistungsverhältnis ist mit 9,95 EUR sehr gut.

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Technische Daten:

 


Bewertungen:

 


Fazit:

Die meisten der erhältlichen Mudguards erfüllen Ihren Zweck und sorgen bei schlechtem Wetter bzw. nassen Straßen oder Untergründen für etwas  Schutz für den Fahrer. Die Maßgeblichen Unterschiede bestanden in Bezug auf die Größe, Art der Befestigung und dem zuverlässigen Sitz am Sattel. Die Unterschiede sind jedoch nicht riesig, denn alle Mudguards haben in der Praxis funktioniert. Positiv hervorheben kann man die eingesetzten Materialstärken und guten Verarbeitungsqualitäten der Mudguards von SKS und RapidRacer. Die Mudguards von Ass-Safer konnten sich in den meisten Bewertungskriterien gegen die Produkte der anderen Hersteller behaupten und erhielten insgesamt die besten Bewertungen. Am schlechtesten haben die Modelle von rie:sel Design und Velox abgeschnitten. Das lag zum Einen an der Größe und darüber hinaus an der Befestigung unter dem Sattel, die in Bezug auf Stabilität, Handling und Zuverlässigkeit nicht überzeugen konnten.

 

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