Das Urban Commuter Bike von Pure Cycles im Test

Für Viele besteht die Möglichkeit, morgens das Auto stehen zu lassen und stattdessen mit dem Rad zur Arbeit zu fahren. Einer der wichtigsten Voraussetzung dafür ist ein robustes und zuverlässiges Fahrrad,  auf das man sich täglich verlassen kann. Die Firma Pure Cycles hat speziell für Pendler ein Fahrrad im Angebot, das genau diese Anforderungen erfüllen soll. Es handelt sich um das Urban Commuter Bike und ich konnte es in den vergangenen Wochen intensiv testen. Herzlichen Dank an dieser Stelle an Pure Cycles, die mir das Rad für den Test zur Verfügung gestellt haben.

Das Urban Commuter Bike wurde entwickelt um in dem alltäglichen Einsatz bestehen zu können. Es hat 8 Gänge, mechanische Scheibenbremsen, und einen stabilen Stahlrahmen. Es ist nicht unbedingt ein Leichtgewicht. Im Auslieferungszustand ohne weiteres Zubehör, bringt es 13,5 kg auf die Wage. Das höhere Gewicht kommt zum Einen durch den Stahlrahmen, zum Anderen ist es aber auch ein Zugeständnis an die auf Stabilität ausgerichteten Komponenten.

Mein „Testrad“ war übrigens das Modell „Ando“ mit türkis-farbigem Rahmen und schwarzer Gabel.

Lieferung und Montage

Pure Cycles bietet bei einer Bestellung über den eigenen Online Shop verschiedene Lieferoptionen an, die teilweise aufpreispflichtig sind. Im günstigsten Fall ist das Rad nur vormontiert und man ist für die Endmontage selbst verantwortlich. Alternativ besteht die Möglichkeit, das Rad zur Montage direkt an ein Fahrradgeschäft liefern zu lassen, oder als teuerste Option, das Rad fix und fertig montiert geschickt zu bekommen.

Ich wählte die erste Option und erhielt das vormontierte Testrad in einem stabilen Versandkarton geliefert. Alle Rahmenteile waren zum Schutz mit Schaumstoff bzw. Kartonage umwickelt und transportsicher verpackt, so dass im Karton nichts umherfliegen kann. Wenn man schon häufiger mal ein Fahrrad repariert hat und über entsprechendes Werkzeug verfügt, sollte die Endmontage keine große Herausforderung darstellen. Mit etwas technischem Verständnis und durchschnittlichem Talent kann man also risikolos diese Versandmethode auswählen. Immerhin lässt sich auf diese Weise 99,00 EUR im Vergleich zum fertig montiert gelieferten Rad einsparen. Das lohnt sich, wenn man dazu in der Lage ist, die weitere Montage selbst durchzuführen.

Folgende Arbeitsschritte waren für den Zusammenbau erforderlich:

  • Entfernen der ganzen Schutzmaterialien
  • Einbau des Vorderrades mit Hilfe des mitgelieferten Schnellspanners
  • Montage und Ausrichten des Lenkers in dem bereits montierten Vorbau
  • Einbau und Ausrichten der Sattelstange (der Sattel ist bereits auf der Sattelstange montiert)
  • Montage des Pedalsatzes
  • Einstellen der Bremsen
  • Montage der Zubehörteile (Front- und Rückstrahler)
  • Aufpumpen der Reifen

Probefahrt und erste Testrunde

Normalerweise benötige ich immer erst etwas Eingewöhnungszeit, wenn ich ein neues Bike fahre. Doch das Urban Commuter Bike fühlte sich von Anfang an „gewohnt“ an. Es verleitet zum „schnellfahren“ und vermittelt dabei ein sicheres Fahrgefühl. An der Montage bei Pure Cycles gibt es nichts zu beanstanden, denn auch ohne weitere Einstellungen vornehmen zu müssen, rollte das Bike sehr leicht und bis auf ein Surren der Kette fast geräuschlos. Die Scheibenbremsen habe ich etwas nachgestellt, damit der Bremspunkt früher erreicht wird und die zur Verfügung stehende Bremskraft entsprechend höher ist. Aber das ist eher mein persönlicher Geschmack, denn ausreichend gebremst hat das Rad auch schon im Auslieferungszustand.

Was und wie wurde getestet?

Während des Testzeitraums von 3 Wochen hat mich das Urban Commuter Bike täglich ins Büro gebracht. Zusammen mit ein paar längeren Touren am Wochenende bin ich dadurch auf rund 300 Gesamtkilometer, aufgeteilt auf 35 Fahrten mit einer Länge von 6 bis 30 km gekommen. Neben der Funktion und dem Zusammenspiel der einzelnen Komponenten während der Fahrt, habe ich insbesondere darauf geachtet, wie sich das Rad bei unterschiedlichen Bedingungen bezogen auf Straßenbeläge und Wetterbedingungen verhält.

Design

Das Design des Urban Commuter Bikes erinnert auf Grund der Rahmenform mit tiefliegendem Sattelrohr und dem breiten, gebogenen Lenker ein wenig an ein Cruiser Bike, die ansonsten reduzierte Ausstattung ohne Schutzbleche und die verhältnismäßig dünnen Reifen mit einer Größe von 700 x 32c passen jedoch eher zu einem Fitnessrad. Durch die verschiedenen Farbkombinationen variiert das Aussehen von „dezent“ mit schwarzem Rahmen und roten Kontraststreifen bis hin zu „auffällig“ in blau-orange oder türkis-schwarz. Schwarze Anbauteile und Laufräder passen gut zur jeweiligen Rahmenfarbe und sorgen für eine stimmige Optik. Die gebogene Form des Oberrohrs, dessen Radius sich im Hinterbau fortsetzt ist ein weiteres Designelement, mit dem das Urban Commuter Bike sich optisch von anderen Commuter- oder Citybikes abhebt.

Rahmen

Das Urban Commuter Bike wird in den 3 Rahmengrößen klein, mittel und groß und den Farbvarianten Ando (türkis), Peli (blau)  und Wright (schwarz) angeboten. Der CrMo Stahlrahmen macht auf mich einen wertigen Eindruck. Die Schweißnähte wurden sorgfältig und gleichmäßig verarbeitet – ebenso ist die Lackierung einwandfrei. So wie der Rahmen besteht die Gabel ebenfalls aus CrMo Stahl was sich positiv auf die Fahreigenschaften auswirkt. Das Rad verfügt über gute Dämpfungseigenschaften und fährt auch auf schlechtem Straßenbelag überwiegend komfortabel. In das Sattel- und Unterrohr wurden Gewindehülsen für Flaschenhalterungen eingesetzt. Ebenso findet man am Hinterbau und der Gabel weitere Hülsen bzw. Gewindelöcher um daran Schutzbleche oder Gepäckträger befestigen zu können. Ansonsten verzichtet der Rahmen fast vollständig auf Verzierungen. Es gibt keine Decals, lediglich ein 2 cm breiter Streifen, der in einer Kontrastfarbe lackiert wurde, sowie ein kleiner „Pure Cycles“ Schriftzug und ein puristisches „PURE“ Emblem, wurden an der Kettenstrebe und dem Gabelrohr angebracht. Diese Cleane Optik gefällt mir besonders gut.

Die Rahmengeometrie sorgt für eine eher aufrechte Sitzposition. Das dürfte den meisten Fahrern entgegenkommen, die das Rad für den Weg zur Arbeit oder andere alltägliche Fahrten nutzen wollen. Wer hauptsächlich wegen seiner sportlichen Ziele mit dem Rad fährt und eine dynamische, nach vorne gebeugte Sitzposition bevorzugt, wird mit dem Urban Commuter Bike entweder einen Kompromiss eingehen müssen oder benötigt ein Zweitrad für schnelle sportliche Ausfahrten.

Lenker und Vorbau

Der bogenförmige Lenker sorgt durch eine bequeme Handposition für ein gutes Handling des Bikes. Vor allem durch die Breite des Lenkers von von fast 65 cm wird ein sehr kontrolliertes Lenkverhalten erreicht. Weiterhin ist dadurch genügend Platz für Brems- und Schalthebel, sowie einer Klingel gegeben, so dass alles schön aufgeräumt bleibt. Vom Mittelpunkt des Gabelschaftes bis zum Mittelpunkt der Lenker-Klemmung gemessen, positioniert der Vorbau den Lenker ca. 105 mm vor der Gabel. Gleichzeitig besitzt der Vorbau eine Steigung von ca. 20° was eine komfortable Sitzposition zusätzlich unterstützt. Die Griffe bestehen aus einem weichem Gummi und sind durch das leichte Fischgrät-Profil im trockenen Zustand äußerst griffig und rutschsicher. Bei Regen verliert sich diese Rutschsicherheit etwas, das habe ich aber nicht als problematisch empfunden. Normalerweise würde ich auf Grund der Verdrehsicherheit immer Lock-On Griffe bevorzugen,diese Gummi Griffe bewegen sich jedoch keinen Milimeter.

Sattel

Der WTB Comfort Sattel war zunächst eine Überraschung für mich. Die stark ausgeformte Aussparung entlang der Sattelmitte fühlte sich zunächst ungewohnt an und ich vermutete, dass die seitlichen Kanten der Aussparung nach kurzer Zeit für Druckstellen sorgen würden. Nach längerer Fahrt konnte ich aber feststellen, dass dies ganz und gar nicht der Fall war. Im Gegenteil fühlte sich der Sattel trotz der eigentlich straffen Polsterung dauerhaft angenehm an. Gleichzeitig bot er eine gute Unterstützung an den Druckpunkten und durch die tiefe Aussparung eine gleichzeitige Entlastung des Schambeinbogens.

Die Zoom Sattelstütze ist aus Aluminium, hat einen Durchmesser von 25,4 mm und eine Länge von 350 mm. Dadurch ist ausreichend Spielraum für die Höhenverstellung der Sitzposition gegeben. Die Sattelklemmung erfolgt über nur eine Schraube, mit der sich der Sattel auch in der Neigung verstellen lässt.

Antrieb

Der Antrieb besteht vorne aus einem Kettenblatt mit 42 Zähnen und einem sogenannten „Dual Guard“. Dabei handelt es sich um Schutzringe von beiden Seiten des Kettenblattes, die dafür sorgen, dass die Kette an Ort und Stelle bleibt und zu keiner Zeit abspringen kann. Am Hinterrad läuft die schwarze SRAM PG-820 Kassette auf einem nicht gerade geräuscharmen Freilauf. Die 8 Ritzel haben eine Abstufung von 11-32 Zähnen. Als Kette kommt die haltbare X8-93 Kette von KMC mit vernickelten Außenlaschen zum Einsatz. Durch die Kombination von relativ großem Kettenblatt und 8-fach Schaltung kann man den Kraftaufwand gut an die Fahrsituation anpassen. Sicherlich wird man sich in Grenzbereichen wie z.B. starken Steigungen geeignetere Übersetzungen mit einem kleineren Kettenblatt wünschen, dafür kann man mit den 42 Zähnen gut beschleunigen und auf ebenen Strecken auch richtig schnell fahren.

Zwischen Ritzelpaket und Speichen hat man zum Schutz vor Kettenklemmern eine durchsichtige Speichenschutzscheibe eingebaut. Für meinen Geschmack könnte man darauf verzichten, denn neben der Schutzfunktion hat sie auch verschiedene Nachteile. Zuerst einmal „eiert“ sie bei der Fahrt, was unschön aussieht. Außerdem sind diese Plastikscheiben in der Regel nicht besonders langlebig und brechen mit der Zeit an den Befestigungspunkten und machen dann Geräusche beim Fahren. Vor allen Dingen benötigt man sie normalerweise nicht, denn sie stammen noch aus einer Zeit, in der man noch nach Gefühl geschaltet hat. Mit den heutigen modernen Rasterschaltungen, dürfte es kaum noch dazu kommen, dass die Kette vom großen Ritzel springt. Vor dem Hinblick, ein möglichst wartungsarmes Rad zu konstruieren, bei dem Probleme mit dem Antrieb weitestgehend ausgeschlossen sein sollen, kann man den Einsatz einer Speichenschutzscheibe aber rechtfertigen.

Schaltung

Das 8-fach Schaltwerk kommt von SRAM. Laut Komponentenliste ist es das A1 Schaltwerk, zu dem ich jedoch keine näheren Informationen herausfinden konnte. Es scheint eine Variante des X4 Schaltwerks zu sein, die jedoch meines Wissens nicht als Komponente frei verkäuflich ist. Die Einzelteile der Schaltung sind mit zusätzlichen Kunststoffabdeckungen versehen. Dem Aussehen nach dürfte sie dadurch etwas robuster sein, als die vergleichbaren 8-fach Schaltwerke von SRAM. Zum Durchschalten der 8 Gänge wurde der X4-Shifter am Lenker montiert. Dieser kommt sich ein wenig mit der langen Innensechskantschraube des Tektro Bremshebels in die Quere. Montiert man den Shifter näher an der Bremse, ragt der Schalthebel weit in den Griff hinein und stört dort ziemlich. Montiert man den Shifter mit mehr Abstand zur Bremse, berührt der Bremshebel fast die Schraube wie im Bild oben zu sehen ist oder er ist so weit vom Griff weg platziert, dass er mit dem Daumen kaum noch zu erreichen ist. Viel Spielraum für eine persönliche Einstellung bleibt daher nicht – für mich gab es nur eine Position am Lenker in der der Schalthebel vernünftig funktioniert.

Die Schaltvorgänge bekommt das A1 -Schaltwerk bemerkenswert schnell und präzise hin. Weder auf dem großen noch auf dem kleinen Ritzel der Kassette kommt es zu Problemen mit der Kettenlinie. Die Kette läuft auf allen Gängen einwandfrei. Der Widerstand des Shifters beim Schalten auf ein kleineres Ritzel ist etwas gewöhnungsbedürftig, stellt dann aber auch kein nennenswertes Problem dar.

Bremsen

An dem Urban Commuter Bike wurden mechanische Tektro M280 Scheibenbremsen mit 160 mm Scheiben an Vorder- und Hinterrad verbaut. Bedient werden diese mit Tekro M289A Bremshebeln. Damit ist man mitten im Verkehr der Stadt auch für plötzliche Bremsmanöver auch bei Nässe gut vorbereitet. Die Tektro Bremsen haben aber auch einen Nachteil: Die mechanischen Bremsen funktionieren so, dass der innere der beiden Bremsbeläge feststehend ist und nur der andere Belag durch das Anziehen des Bremszuges bewegt wird. Bei entsprechender Abnutzung muss der feststehende Belag daher manuell über eine Inbusschraube nachgestellt werden. Ansonsten drückt der Bremszylinder beim Bremsvorgang irgendwann die Bremsscheibe gegen den Bremskloben. Das ergibt ein ziemlich lautes Geräusch und natürlich auch Riefen auf der Bremsscheibe. Man sollte also den Zustand der Bremsbeläge besser im Auge behalten.

 

Laufräder

Die Laufräder mit Aluminium Felgen und 2 mm Stahlspeichen sind robust und stecken auch das eine oder andere Schlagloch problemlos weg. Die Aluminium-Naben mit großem Speichenflansch verfügen über Schnellspanner und 6-Loch Bremsscheibenaufnahmen. Als Reifen kommt der Slick von WTB in der Größe 700c x 32 zum Einsatz. Es ist ein Drahtreifen, der mit 505g relativ schwer ist, dafür aber mit guten Eigenschaften für ein Commuter Bike glänzen kann. Die profilarme Mittelbahn läuft sehr ruhig. Zu den Seiten hin wird das Profil tiefer und ausgeprägter, wodurch er insbesondere bei Nässe guten Halt bietet. Dadurch ist der Reifen praktisch für jedes Wetter geeignet und eine gute Wahl für den Einsatzbereich. Für zusätzliche Sicherheit in der Dunkelheit sorgen 2 große orange Speichenreflektoren pro Rad.

 

Technische Daten

  • Rahmen: Pure Cycles Cromo Urban
  • Gabel: Pure Cycles 1-1/8″ Cromo Urban
  • Steuersatz: 1-1/8” Threadless
  • Kurbel: Dreiteilig Aluminium, Kettenblatt mit 42 Zähnen und beidseitigem Schutzring
  • Tretlager: Achse mit Vierkant-Konus und gedichtetem Lager
  • Pedale: 9/16″ Kunststoff Low-Profile Urban mit Reflektoren
  • Schaltwerk: SRAM A1
  • Shifter: SRAM X4
  • Ritzelpaket: SRAM PG-820-A1 11-32
  • Kette: KMC X8.93
  • Lenker: Pure Cycles Urban Arc
  • Vorbau: Pure Cycles Aluminium
  • Griffe: Pure Cycles Urban
  • Sattel: WTB Comfort V
  • Sattelstütze: Aliminium Micro-Adjust – 25.4 x 350mm
  • Sattelstützschelle: Aluminium 28.6mm
  • Laufradsatz: Pure Cycles 25mm-Hohlkammer Aliminium 32-Loch Felgen, Edelstahl Speichen, Aluminium Naben
  • Reifen: WTB Slick Comp 700 x 32C
  • Bremsen: Tektro M280 Mechanische Scheibenbremsen
  • Bremshebel: Tektro 289A
  • Preis: 449,00 EUR (zzgl. evtl. Montagekosten)

 

Mein Fazit

Das Urban Commuter Bike von Pure Cycles ist ein empfehlenswertes Alltagsrad, das vor Allem den Spaß am Radfahren in den Vordergrund stellt. Seine Stärken liegen darin, zuverlässig und fahrbereit zu sein, was immer es gebraucht wird. Entsprechend robust, haltbar und wartungsarm sind die Komponenten, die für das Urban Commuter Bike ausgewählt wurden. Der verhältnismäßig kurze Testzeitraum läßt natürlich kaum eine Einschätzung über das Langzeitverhalten und die Haltbarkeit z.B. von Tretlager oder Radnaben zu. In den 3 Wochen, in denen ich das Rad intensiv genutzt habe, fuhr es jedenfalls völlig problemlos ohne das man sich wirklich darum kümmern musste. Natürlich müssen Verschleißteile wie Bremsbeläge, Kette oder Bowdenzüge auch am Urban Commuter Bike je nach Nutzung früher oder später gewechselt werden. Eine Reparatur ist bei den eingesetzten  Komponenten jedoch nicht besonders kompliziert und kann daher entweder selbst oder kostengünstig in den meisten Fahrradgeschäften durchgeführt werden.

Das Urban Commuter Bike ist für Jeden geeignet, der ein zuverlässiges Rad benötigt, um damit von A nach B zu fahren und entspannt an seinem Zielort anzukommen. Auf Grund des verhältnismäßig günstigen Preises ist es daher eine gute Alternative zum Auto oder anderen öffentlichen Verkehrsmitteln. Auf diese Weise kann es dazu beitragen, mehr Menschen zum Radfahren zu bringen und gleichzeitig etwas für die eigene Gesundheit und für die Umwelt zu tun.

Mein Verbesserungsvorschlag wäre, die beiden mitgelieferten Reflektoren durch eine Batteriebeleuchtung zu ersetzen. Gerade in der Stadt ist heutzutage das Verkehrsaufkommen sehr hoch, daher ist es um so wichtiger, rechtzeitig von anderen Verkehrsteilnehmern gesehen zu werden. Zu einer ordentlichen Beleuchtung gibt es meiner Meinung nach daher keine echte Alternative. Wer täglich auf das Rad angewiesen ist, sollte darüber nachdenken, das Rad zusätzlich mit Schutzblechen auszustatten. Bei Regen bekommt man ansonsten das von den Reifen hoch transportierte Wasser zusätzlich ab. Auch ein Gepäckträger vorne oder hinten montiert, kann sinnvoll sein, wenn man Dinge transportieren möchte.

 

Pro: 
Hohe Alltagstauglichkeit
Wartungsarme Komponenten
Gute Bremsleistung auch bei Nässe
Komfortable Sitzposition
Lebenslange Garantie auf den Rahmen

Contra:
Verhältnismäßig hohes Gewicht
Fehlende Beleuchtung

 


Weitere Informationen:

2 comments

  1. Also meine Vorstellung von einem Urban Commuter Bike wäre in erster Line, daß es robust, wartungsarm, kleidungsfreundlich und witterungsfest ist. In diesem Fall sehe ich nur das erste gegeben. Eine Kettenschaltung bedeutet immer Dreck weil ich schlecht einen Kettenschutz anbringen kann. Zweitens erfordert sie mehr Wartung als eine Nabenschaltung. Mit der Scheibenbremse hätte ich einen weiteren Wartungskandidaten an Bord. Und wie man etwas ohne Schutzbleche als Urban Commuter Bike anbieten kann ist mir schleierhaft.
    Wer ernsthaft, also nicht nur bei garantiert Sonnenschein von morgens bis abends, das Rad zur Arbeit nutzen möchte, wird automatisch bei Schutzblechen, Nabenschaltung und vielleicht noch hydraulischen Felgenbremsen landen.

  2. Hallo Eckhard,

    danke für Deinen Kommentar. Ich sehe es nicht ganz so kritisch wie Du.

    Ich fahre desöfteren mit einem Trekking Rad ins Büro. Das hat ebenfalls eine 3×10 fach Kettenschaltung und auch einen Kettenschutz. Von der Montage her sehe ich da keine größeren Probleme. Wie ich geschrieben habe, würde ich ebenfalls zu Schutzblechen raten, das macht immer Sinn wenn man das Rad auch bei Regen für den Weg zur Arbeiten nutzen muss/möchte.

    Ich stimme Dir zu, dass eine Nabenschaltung wartungsärmer als die Kettenschaltung ist, ich würde mir eigentlich sogar ein Carbon Drive mit Rohloff Schaltung wünschen. Allerdings muss man auch den Anschaffungspreis berücksichtigen und jeder hat da ja unterschiedliche Schmerzgrenzen. Insofern ist für mich die 8-fach Kettenschaltung kein schlechter Kompromiss. Den Wartungsaufwand bei einer Felgenbremse und mechanischer Scheibenbremse schätze ich als nahezu gleich ein. Hier würde ich der Scheibenbremse auf jeden Fall den Vorzug geben. Zum Einen weil sie bei Nässe besser bremst, zum Anderen weil sie nicht direkt anfängt zu schleifen wenn das Rad mal einen Seitenschlag bekommt. Den Wartungsaufwand bei einer hydraulischen Felgenbremse würde ich sogar höher und aufwändiger einschätzen, da ja nicht jeder ein passendes Entlüftungs-Kit zur Hand haben wird.

    Beste Grüße,
    Rene

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