Niederrheinischer Radwandertag

Schöne Strecken im Nieselregen

Der Niederrheinische Radwandertag stand in diesem Jahr unter keinem guten Stern. Während des  gesamten Vormittags hatte man mit leichtem bis mittlerem Regen zu kämpfen. Erst gegen Mittag klarte es etwas auf und das Wetter wurde beständiger. Ich habe mich für die längere, der beiden Touren entschieden und bin direkt um 10:00 Uhr zusammen mit einer Hand voll Mitfahrern auf dem Voerder Marktplatz gestartet.

Wetter bedingt war ich an dem Tag nur von einer geringen Beteiligung ausgegangen, das hatte sich dann auch so bestätigt. Während des Vormittags waren nur wenige Radfahrer mit mir zusammen unterwegs. Neben dem schlechten Wetter kann das aber auch daran liegen, das ausgehend von Voerde nur zwei Routen mit jeweils über 60 km Länge angeboten wurden. Es fehlten kürzere Strecken, von denen sich Gelegenheitsradler oder auch Familien mit Kindern nicht direkt hätten abschrecken lassen.

Der ADFC Dinslaken-Voerde hat zusätzlich eine eigene Route mit knapp über 50 km angeboten, somit bestand die Möglichkeit in Gemeinschaft auch an einer kürzere Radtour entlang der offiziellen Route des Niederrheinischen Radwandertag teilzunehmen. Grundsätzlich sollten aus meiner Sicht an einem solchen „Radwandertag“ verschieden lange Routen angeboten werden, so dass für jeden, der Spaß am Radfahren hat, eine Tour dabei ist, sie dem eigenen Leistungs-Niveau entgegen kommt. Sicherlich könnte man auch eine alternative Route auswählen, die einen Startpunkt in einer anderen Stadt hat. Das werden aber wohl nur wenige in Erwägung ziehen.

Wie gesagt, bin ich die Route Nr. 13 – von Voerde, über Dinslaken und Hünxe – gefahren, vor allem, weil die Streckenführung über Drevenack und Richtung Brünen verlief und ich da noch nicht so oft „unterwegs“ war. Bis auf wenige Ausnahmen war die Strecke durch DIN-A4 große Schilder an Bäumen und Masten sowie durch Pfeile und Richtungsangaben auf der Straße sehr gut ausgeschildert. Auffällig war aber, dass der angebotene GPS Track der Strecke an manchen Stellen nicht mit der Beschilderung übereinstimmte. Zum Teil gab es einzelne Straßen durch Umbauten im Streckenverlauf gar nicht mehr, obwohl sie im GPS Track noch enthalten waren. Meiner Meinung nach war die offizielle Strecke daher auch nicht 68 km, sondern ein paar Kilometer länger. Eine Überarbeitung der GPS Tracks bzw. ein erneutes Aufzeichnen im nächsten Jahr wäre aus meiner Sicht sinnvoll.

Laut  Routenbeschreibung sollte einer der Start-/Zielbereiche in Hünxe am Haus Esselt/Otto-Pankok-Museum sein. Sofern dort eine Kontrollstelle eingerichtet war, habe ich sie entweder übersehen oder meine Augen waren in der Zwischenzeit so mit Regenwasser überflutet, dass ich Zelte an der Strecke nur noch verschwommen erkennen konnte. In diesem Jahr reichten 2 Kontrollstempel auf einer Teilnehmerkarte aus, um an der Tombola teilzunehmen. Sofern ich den Kontrollpunkt in Hünxe also übersehen haben sollte, hätte man theoretisch 3 Teilnahme-berechtigte Karten auf der Strecke „erfahren“ können. Bei mir waren es dieses Jahr nur 2 Karten, mal sehen ob ich etwas gewonnen habe…

Fazit: Schade, dass aus den genannten Gründen in diesem Jahr die Menge an Teilnehmern an der an sich sehr guten Veranstaltung eher übersichtlich ausgefallen ist. Für das Wetter kann man ja nichts und einige haben sich davon auch nicht abhalten lassen. Ich denke aber mit einer größeren Auswahl an Strecken wären in Voerde mehr Radfahrer für den Niederrheinischen Radwandertag zu bewegen.


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