Emsradweg – 2. Tag

Heute stand die längste Etappe der Tour mit geplanten 108 km auf dem Programm. Daher wollten wir möglichst schnell wieder auf den Rädern sitzen und sind dementsprechend früh aufgestanden um unter den Ersten am Frühstücks Buffet zu sein.

Den ersten Teil der Strecke von Leer nach Papenburg kannten ja bereits vom Vortag. Von dort aus würden wir uns an der Beschilderung des Emsradweges folgen. Auf diese Weise sollten wir dann irgendwann in Lingen ankommen – soweit der Plan.

An vielen Stellen waren die Schilder schon ziemlich mehrdeutig. Manchmal fehlten sie auch einfach, manchmal ging es auch in beiden Richtungen nach Leer oder man hatte den Eindruck, dass jemand das Schild einfach verdreht hat und es jetzt in die falsche Richtung zeigt. Ungefähr in Höhe der Meyer Werft in Papenburg kam es daher dazu, das wir in die falsche Richtung weiter fuhren und nun auf dem Weg nach Emden waren. Zum Glück funktionierte das elterliche Frühwarnsystem bestens. Mein Vater, der unseren Live Track über Runtastic verfolgt hat, rief an, so dass wir dann schnell wieder auf dem richtigen Kurs waren.

Grundsätzlich kann man zum Emsradweg sagen, dass alles sehr ländlich ist. Wer also sowieso aus einer ländlichen Umgebung kommt, wird nur wenig neue Eindrücke erhalten. Leider besteht der Emsradweg auf diesem Streckenabschnitt aus einer Art Sandgemisch, das bei Regen sehr matschig und auch rutschig wird. An trockenen Stellen ist das wie „fahren am Strand“, also sehr anstrengend, da man immer etwas einsinkt. Zudem saut man sich und das Fahrrad inkl. Fahrradtaschen komplett ein. Das hat den Effekt, das man sich so vollgeschlammt in kein Café mehr hinein traut, zudem fuhren die Räder auch schlechter weil der Antrieb und die Scheibenbremsen voller Schlamm saßen.

Durch die Umwege in Papenburg waren wir aber eh schon länger unterwegs und wollten daher möglichst ohne weitere Pausen bis Lingen durchfahren.

Pünktlich um 17:30 Uhr setzte dann stärkerer Regen ein, immerhin war es den ganzen Tag über bis auch einige wenige leichte Schauer trocken gewesen. Vereinzelt waren sogar ein paar Blitze zu sehen, aber so ein richtiges Gewitter wird wollte es dann zum Glück doch nicht werden. Immerhin wurden dadurch unsere Regenklamotten wieder sauber, für die Räder hat der Regen nicht ausgereicht.

Gegen 20:30 Uhr waren wir dann nach 132 km in Lingen, unserem heutigen Tagesziel angekommen. Schnell noch die Räder in der Waschstraße einer Tankstelle gesäubert, dann ging es in die Jugendherberge.

Nach einer heißen Dusche haben wir den Tag dann beim Italiener beendet.

Den vollständigen Bericht zur Emsradweg-Tour gibt es HIER

Hier noch ein paar Eindrücke des heutigen Tages:

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