Kreuz und quer durch den Emscherbruch

In diesem Jahr hatte ich leider nicht oft die Gelegenheit, CTFs zu fahren. Um so mehr habe ich mich darüber gefreut, heute in Gelsenkirchen-Buer mit dabei gewesen zu sein. Tolles Wetter, tolle Strecke, tolle Veranstaltung und richtig viel Spaß! Hier mein Bericht zur heutigen CTF:

Als heute Morgen nach einer ziemlich kurzen Nacht der Wecker um 07:00 Uhr klingelte, hatte ich kurz gezweifelt ob ich nicht doch liegen bleiben sollte. Zum Glück habe ich mich dagegen entschieden denn im Nachhinein betrachtet hätte ich sonst einiges verpasst. Ich bin relativ pünktlich um 09.00 Uhr an der Grundschule im Emscherbruch angekommen und verbrachte einige Zeit damit, einen Parkplatz zu finden. Irgendwann wurde ich fündig, zwar war ich mit meinem Wagen nicht mehr in der Nähe der Grundschule, aber ich war ja nicht zu Fuß da sondern konnte mit dem Rad zur Anmeldung fahren. Kein Problem also… Wie zu erwarten war da auch viel los, dennoch ging meine Nachmeldung relativ flot. Irgendwie habe ich übersehen, dass man sich auch online anmelden konnte – schade, das Angebot hätte ich sonst gerne wahrgenommen.

Kurz die Startnummer befestigt und dann ging es auch schon los. Nach dem Startstempel kam direkt die erste Streckenteilung. Das hatte ich irgendwie nicht auf dem Schirm und so musste ich mich „spontan“ zwischen der mittleren und der großen Runde entscheiden. Da ich heute ausnahmsweise alleine unterwegs war musste ich das nur mit mir ausmachen. Daher entschied ich mich heute für die große Runde. 60km mit 620 Höhenmetern sollten im Bereich des Möglichen liegen, außerdem war es so ein schöner Tag, da kann man auch schon mal etwas länger unterwegs sein.

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Außerdem bin ich im letzten Jahr nur die mittlere Strecke gefahren und wollte schon immer mal auf die Halde Hoheward rauf. Bisher kannte ich dieses seltsame Gebilde ja nur vom Vorbeifahren im Auto auf der A2. Horizontobservatorium heißt es wie mir Google gerade verraten hat. Echt ein schöner Ort und obwohl es heute leider bewölkt war, hat man eine tolle Aussicht in alle Richtungen – sehenswert!

Die Rampen in Gelsenkirchen haben für meine Verhältnisse recht verträgliche Steigungen und Längen. Stellenweise war der Boden ziemlich aufgeweicht und dadurch ganz schön glitschig. Trotzdem war alles gut befahrbar und eigentlich macht es ja auch Spaß wenn die Klamotten mich unbedingt sauber bleiben.

Bei den Klamotten habe ich mich heute allerdings völlig vertan. Vielleicht lag es an meiner Müdigkeit, aber mir war irgendwie kalt als ich das Bike in dem Kofferraum meines Autos verfrachtet habe. Frieren wollte ich nicht, darum hab ich was wintertaugliches angezogen – totale Fehlentscheidung wie mir auf der Strecke sehr schnell bewußt wurde. Irgendwer sagte auf der Strecke noch zu mir „ziemlich warm angezogen oder?“ – da konnte ich ihm nur zustimmen.

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Kurz nach der ersten Verpflegungsstelle traf man wieder auf die mittlere Strecke, die kannte ich ja schon vom letzten Jahr. Die Rampen hinauf auf die Schurenbachhalde in Altenessen (so heisst sie glaube ich) war an machen Stellen so matschig, dass ich schlichtweg stecken geblieben bin und mein Bike dann das restliche Stück bis oben schieben musste. Das kam zum Glück nicht oft vor und war daher auch kein Problem. Vielen Fahrern, die ich unterwegs getroffen habe, ging es genauso und diejenigen, die besser fahren konnten, haben alle Rücksicht genommen. Das ist mir bei dieser CTF wirklich positiv aufgefallen. Daumen hoch…

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Oben auf der Halde gab es die nächste tolle Aussicht. Gleichzeitig war dann auch meine Trinkflasche leer, die hatte ich bei der ersten Verpflegungsstelle nicht neu befüllt weil ich vorher kaum etwas getrunken hatte. Der klebrige Matschboden hat vor allem Bergauf einiges an Kraft gekostet, dadurch habe ich auf dem zweiten Drittel der Strecke immer häufiger einen großen Schluck aus der Wasserflasche nehmen müssen. Zum Glück war der letzte Kontrollpunkt an derselben Stelle wie im Vorjahr und hatte neben dem K2-Stempel auch Wasser, Tee und allerhand Süßkram zu bieten. Super-lecker und für mich genau zur richtigen Zeit.

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Auf dem letzten Drittel ging es dann nochmal die Wiese hoch und runter und dann zurück entlang der Emscher bis zur Grundschule. Die Emscher richt noch immer wie der Sickerschacht im Keller, zum Glück roch es auf dem Schulhof um so besser nach köstlicher Bratwurst und Pommes. Ich hab mich für Kuchen entschieden, den gab es auch noch reichlich und zusammen mit Kaffee passte das ja auch besser zur Uhrzeit.

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Alles in Allem war die CTF wie auch im letzten jahr wieder eine tolle Veranstaltung bei idealem Wetter mit perfekter Organisation und lückenloser Streckenbeschilderung. Auch wenn das Wetter schlechter wäre, bin ich im kommenden Jahr wieder gerne mit dabei.

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