Auf der Suche nach dem Knackgeräusch – Teil 5 oder so…

Zum Ende meiner letzten längeren Tour nach Orsoy und zurück hörte ich ein mir bis dahin unbekanntes Knackgeräusch. Seit dem Konzentriere ich mich beim Biken mehr auf dieses Geräusch als auf irgendetwas anderes. Da ich bisher leider erfolglos schon einiges versucht habe, um das Geräusch loszuwerden, starte ich diesen Eintrag mit „Teil 5“ mit der Vorahnung, dass noch einige folgen werden-

Die Internet-Foren sind ja voll von diesen Themen und die Lösung scheint ja wohl immer dieselbe zu sein. Aus dem Grund versuche auch ich mein Glück in dem ich mein Bike Stück für Stück zerlege, säubere und frisch gefettet wieder zusammen setze.

Was bisher geschah

Auch wenn das Geräusch schlecht zu lokalisieren ist, vermute ich die Ursache irgendwo im Bereich der Lenkzone bzw. der Gabel. Also hab ich zu allererst den Vorbau demontiert, gereinigt und mit Montagepaste an den Kontaktstellen zum Lenker und Gabelschaft wieder montiert.
Ergebnis: Keine Veränderung feststellbar – den Vorbau als Quelle allen Übels schloss ich damit aus.

leitungseinfuehrung

Mein nächster Versuch galt den Zügen, genauer gesagt den Bremsleitungen, die bei meinem Bike innenverlegt im Unterrohr verlaufen und dadurch ab und zu von innen an das Rohr schlagen. Meine Maßnahme dagegen war das festklemmen der Leitung an den Ein- und Austrittsstellen am Rahmen. Dieses Vorhaben schien zunächst komplizierter zu sein als gedacht, denn der Rahmen bietet einem keine Hilfe um daran etwas festzuklemmen, also hab ich mich auf die Suche nach einer Gummitülle für die Durchführungen am Steuerrohr gemacht.

Da ich die Bremsleitung nicht demontieren wollte um mir das anschliessende entlüften zu ersparen, sollte die Tülle von außen auf die Leitung aufgeschoben werden können. Ich bin am Ende bei diesen spiralförmigen Zugummantelungen gelandet, die genau den Durchmesser der Eintrittsöffnungen haben und somit den Zweck gut erfüllen. Zusätzlich konnte ich sie auch dafür verwenden, die Leitungen zwischen den Austrittsöffnungen am Unterrohr und den Befestigungen der Kettenstrebe zu spannen.

Ergebnis: Die Bremsleitungen geben keinen Ton mehr von sich, das Knackgeräusch ist noch immer da.

Den nächsten Lösungsansatz sah ich im Steuersatz, den ich folglich in die Einzelteile zerlegte, natürlich erst nachdem ich den Vorbau, den ich zuvor frisch eingebaut hatte, ebenfalls mit zerlegt hatte. Nach Reinigung und Entfettung der Lagerschalen so dass diese völlig „bröselfrei“ waren, kam die Frage auf, welches Lagerfett ich verwenden sollte und vor allem wie viel davon. Eine kurze Internet-recherche ergab „viel hilft viel“ und welches Fett man nimmt tut nichts zur Sache. ich entschied mich für ein Industrie-Lagerfett aus dem Maschinenbau, das den geringen Anforderungen an eine Fahrradlenkung sicherlich gerecht werden dürfte.
Ergebnis: Es ist schwierig das Lagerspiel des Vorbaus richtig einzustellen wenn zu viel Fett zwischen den Kontaktflächen ist, Das Geräusch war noch da.

Das Tretlager wird auch immer gerne als Grund für Geräusche benannt, also hab ich auch dieses sorgfältig zerlegt, gereinigt, gefettet und wieder eingebaut. Bei der Gelegenheit noch die Plattformpedale zerlegt, neu gefettet und mit fett auf dem Achsgewinde wieder an die Kurbeln geschraubt – mit dem Ergebnis: Läuft schön rund, das Knacken ist immer noch da.

Da ich mit dem Lagerspiel im Steuerrohr nicht glücklich war, machte ich mich erneut an den Steuersatz und damit verbunden auch an den Vorbau. Nachdem die Gabel raus war, hab ich zusätzlich noch die Kralle erneuert. Man kann ja nie wissen, meine Erfahrungen mit Einschlaghilfen für Krallen, sind Stoff für mindestens einen weiteren Artikel…
Lange Rede kurzer Sinn: Alles wieder gereinigt, und mit weniger Fett wieder zusammen gebaut. Das Lagerspiel lässt sich genau dosiert einstellen und auch sonst bin ich zuversichtlich, diesmal alles ausgeschlossen zu haben, das ein Knacken verursachen könnte. Jetzt bin ich gespannt ob es morgen auf dem Weg ins Büro noch knackt.

To be continued…

Kommentar verfassen

Scroll Up