Kind Shock Super Natural – Teil 1

KindShock Super Natural
KindShock Super Natural

Nach tagelangen Recherchen in verschiedenen Mountainbike-Foren, habe ich mich dazu entschlossen, eine einstellbare Sattelstütze zu kaufen. Wir ich herausfinden musste scheint es keine eindeutige Meinung zu geben, welche der angebotenen Modelle das aktuell Beste am Markt ist. Jede Stütze scheint Ihre Vor- und Nachteile zu haben. Leider sind auch diverse Kinderkrankheiten bei einzelnen Chargen durchaus üblich, demnach muss sich jeder wohl selbst ein Bild davon machen, welche Stütze in welcher Ausführung am geeignetsten zu sein scheint.

In meinem Fall habe ich mich für die Kind Schock Super Natural mit 125 mm Hub entschieden – mit der Hoffnung ein fehlerfreies Modell zu erwischen. Da die Stütze erst eine Probefahrt hinter sich hat, kann ich noch nichts in Bezug auf meine Erfahrungen damit schreiben. Dennoch möchte ich die Gelegenheit nutzen um meine ersten Eindrücke zu beschreiben.

Die Kind Shock macht einen wertigen Eindruck. Das Gewicht liegt mit 528g im Mittelfeld der z.Z. angebotenen Stützen. Sie ist vollständig aus 7075er Aluminium gearbeitet und besitzt in meiner Version ohne Remote Lockout einen roten Release Hebel unter dem Sattel.

Je nach Strecke fährt man die Stütze voll ausgefahren oder voll eingefahren für max. Bewegungsfreiheit auf dem Bike. Obwohl die Höhenverstellung stufenlos ist, wird meiner Meinung nach niemand irgendwelche Zwischenpositionen nutzen. Wenn man von der Körpergröße her also unterhalb von 1,80m liegt, sollte man vorher testen ob man die Stütze im voll ausgefahrenen Zustand überhaupt fahren kann, Sie ragt dann nämlich 19cm aus dem Sattelrohr heraus.

Etwas lieblos aus meiner Sicht ist die Sattelklemmung, die zwar durch die Rastereinstellung mit 2 Schrauben ordentlich klemmt aber eher umständlich einzustellen und festzuschrauben ist. Da die Schrauben sehr nah am Tauchrohr liegen, habe ich mir mit der Nuss des Drehmomentschlüssels dem Tauchrohr die erste Schramme zugefügt. Unschön…

Die Funktion während der Fahrt ist tadellos. Die Stütze hält bei jeder Höhe bombenfest und hat nur ein minimales Seitenspiel, das nimmt man aber während der Fahrt nicht war. ich habe mich bewusst für die Version ohne Remote Lockout entschieden, weil ich keinen zusätzlichen Seilzug an meinem Bike wollte. Dadurch das der Zug am oberen Ende der Stütze angebracht ist, variiert die Länge des Zuges nicht unerheblich je nachdem ob die Stütze ein- oder ausgefahren ist. Der Release Hebel dagegen ist supersoft zu bedienen und stellt für mich keinen Nachteil dar. Zudem ist die Stütze dadurch knapp 30 EUR günstiger gewesen.

Bis jetzt bin ich im Großen und Ganzen zufrieden. Ich werde die Stütze jetzt eine Weile fahren und dann einen 2. Teil dieser Rezension schreiben, in dem ich dann mehr auf die Fahreigenschaften und die Langzeitnutzung eingehen kann.

4 comments

  1. hallo rene, bin aktuell auch kurz davor eine supernatural ohne remote zu kaufen – wie schaut der langzeiterfahrung aus? gruß tom

  2. Hi Tom,

    ich bin noch immer sehr zufrieden mit der Sattelstütze, allerdings würde ich mir heute die Version mit Remote-Bedienung kaufen. Ich habe mich ja damals wegen des zusätzlichen Seilzuges und natürlich auch wegen der Kosten dagegen entschieden. In der Praxis ist es aber schon hinderlich auf steilen Abfahrten die Händer vom Lenker nehmen zu müssen um die Sattelstütze zu bedienen.

    Im Moment überlege ich das Remote Kit nachzurüsten, die 60-70 EUR halten mich aber noch davon ab.

    Viele Grüße,
    Rene

  3. hab heute eine supernatural (31,6/150) ohne remote gekauft. ich denke, auch ohne remote eine gute bedienung zu haben. würde ich rennen fahren, käme nur eine “mit” in frage. lg

  4. Hallo Walter,

    mir geht es gar nicht um die Zeit sondern eher um die Sicherheit. Bevor es bergab geht, eine Hand vom Lenker zu nehmen und unter dem Sattel den Hebel zu suchen, hat mich schon mal fast stürzen lassen.

    Man sollte die Sattelverstellung vor der Abfahrt hinter sich gebracht haben, dann ist alles kein Problem. Man kann auch nicht gleichzeitig hinten bremsen und den Sattel verstellen daher fährt man auch mal in normaler Sitzhöhe bergab wenn man nicht schnell genug war.

    Viele Grüße, René

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